Was ist Hippokinesiologie®?

HippoKinesiologie® ist ein Gehirnentwicklungsprogramm, das Gehirnforschung, sowie Kinder- und Erwachsenenpädagogik mit östlicher Energiearbeit kombiniert. Wir respektieren die Untrennbarkeit von Körper, Geist und Seele.

Ein Beispiel

Spastiker leiden in der Regel an hypertonen (chronisch angespannten) Muskeln. Dafür ist aber nicht der „böse“ Muskel verantwortlich – der befolgt ja nur die Befehle vom Gehirn. Wenn wir also an die wirkliche Ursache für die Hypertonie herankommen wollen, so müssen wir uns wohl oder übel mit dem Gehirn und seinen Funktionen auseinandersetzen. Dahin führt uns nicht selten die emotionale Zuordnung des Meridiansystems, von welchem der betreffende Muskel energetisch versorgt wird. Über kinesiologische Methoden schaffen wir nun die Voraussetzung, dass diese Gehirnregion ihren einstigen Befehl (anspannen) aufheben kann. Kinesiologische Hilfestellung bietet hier auch das Pferd, indem es über bestimmte Bewegungsimpulse den Zugang zu tief liegenden Stammhirnregionen ermöglicht.

Wir arbeiten nach folgenden Grundlagen:

1.) Die evolutionsbedingt vorgegebene stufenweise Entwicklung des menschlichen Gehirns - von den untersten Stammhirnbereichen bis zum Großhirn - als Reifungsprozess kommt einem Naturgesetz gleich und ist weder veränderbar, noch dürfen Entwicklungsschritte übersprungen werden.

2.) Wir bieten in unseren Programmen spezialisiertes, auf die Bedürfnisse von cerebral geschädigten Menschen abgestimmtes Therapeutisches Reiten an.

3.) Wir aktivieren das Akupunktur- und Meridiansystems mittels kinesiologischer Methoden, damit Energie dort verfügbar wird, wo wir sie brauchen.

Die HippoKinesiologie® ist ein Gehirnentwicklungskonzept

Unser Gehirn ist nach einem evolutionsgemäß vorgegebenen Stufenplan aufgebaut. In etwa derselben Reihenfolge, wie diese Entwicklung stattfindet, werden während der frühen Kindheit die einzelnen Hirnareale verfügbar gemacht. Beim Kleinkind kann dies sehr schön beobachtet werden: Zuerst bewegt es nur Arme, Beine und den Kopf, dann lernt es zu kriechen, zu krabbeln und schließlich zu gehen. Parallel dazu entwickeln sich das Hören, Tasten, Sehen und Sprechen. Diese Entwicklung ist gekennzeichnet durch ausdauernde und intensive Reizung der entsprechenden Zentren im Gehirn auf der Basis spielerischen Erkundungsverhaltens und großer Freude an Bewegung.

Unser Behandlungsansatz unterscheidet sich von den derzeit gebräuchlichen Methoden dadurch, dass wir nicht an jenen Körperteilen gymnastizieren, welche die einschlägige Symptomatik vorweisen.

Im Fall von cerebralen Schädigungen, gleich welcher Art und in welchem Lebensalter diese eingetreten sind, setzen wir mit der HippoKinesiologie® genau in dem geschädigten Bereich im Gehirn an. Durch bestimmte Bewegungsmuster wird die entsprechende Hirnregion aufgerufen. Behindertengerecht modifizierte Übungen aus diversen kinesiologischen Programmen machen Energie dort verfügbar, wo sie gebraucht wird. Im Grunde bieten wir dem Gehirn die Chance, sich neu zu organisieren. Wir gehen zurück in das Stadium der Hirnentwicklung, in welchem zum Beispiel das größte Nervenwachstum im Bereich Medulla, stattfindet. Oft betrifft das auch Stadien, die der Entwicklung des Pons, Mesencephalon oder des Limbischen Systems entsprechen. Permanente Reizung dieser Bereiche stimuliert neuronales Wachstum. Axone und Neuroglia bilden sich aus, Myelinisierung wird gefördert.

Der Erfolg dieser Methode ist direkt proportional davon abhängig, in welcher Häufigkeit und Intensität stimuliert wird. Um sichtbaren schnellen Erfolg zu haben, wäre theoretisch ein Übungsplan nötig, der die gesamte Wach - Zeit des Patienten in Anspruch nehmen würde. (Die frühkindliche Entwicklung muss im Zeitraffertempo wiederholt werden; es gibt ja schließlich großen Aufholbedarf!)

Aus diesem Grund arbeiten wir zusätzlich auch mit dem Pferd. Alle für diese Bewegungsstimulation notwendigen Bewegungsmuster sind auf dem Rücken des Pferdes zu finden. Die Komponente Pferd bietet außer den bereits vom Therapeutischen Reiten her bekannten Möglichkeiten eine Palette von Bewegungsmustern, die passiv auf den (zumeist liegenden) Patienten übertragen wird und mit einer Übungsfrequenz von etwa 3.500 (!) Einzelübungen pro Stunde hochwirksam ist, wenn vorher die energetische Basis gelegt worden ist.